Modul 4

Selbstfürsorge im Mama-Alltag

Kapitel 4:
Rettungsinseln im Alltag

Dein Alltag als Mama ist eng getaktet. Und auch wenn die wenigsten Mamas drüber reden: Mamasein bedeutet auch Fremdbestimmung und Einschränkung der eigenen Bedürfnisse.  Welche Auswirkungen dies auf dein Energielevel, dein Befinden und deine Konstitution hat und warum sich dies negativ auf die Beziehungen innerhalb der Familie auswirkt, hast du bereits in Kapitel 2 gehört. Nehmen wir also an, du hast ab und an plötzlich Zeit für dich.  Kleine, mittlere und große Zeitfenster. Als Dreifachmama weiß ich, wie wertvoll schon ein 5 minütiger Aufenthalt im Bad ohne Kind sein kann. Daher ist mir klar, dass „große Zeitfenster“ eher die Seltenheit sind, vor allem, wenn dein Baby noch sehr klein ist. Aber je nachdem wie bedürfnisstark dein Baby ist, sind ja schon die kleinen Auszeiten das Allergrößte.

Im vorherigen Modul war eine deiner Aufgaben, dir eine Zeit am Tag nur für dich zu reservieren und damit etwas für dich zu tun. Aber was tut dir denn eigentlich gut?

Ich kenne das Phänomen selber: Du sitzt auf der Couch mit deinem Baby und fühlst dich irgendwie so unproduktiv und richtest deinen Fokus eigentlich nur darauf, was du gerade alles nicht machen kannst. Anstatt einfach mal zu machen, verlierst du dich in Selbstmitleid und steigerst dich da so richtig ordentlich rein. Dabei wäre es viel wichtiger, einfach mal ins Handeln zu kommen. Aktiv werden! Und das können schon die kleinsten Dinge sein!

Was auch sehr viele Mamas kennen: Du beschwerst dich, dass du nie Zeit für dich hast und dann kommt dein Partner eines Tages an und sagt: „So ich geh jetzt mit dem Kleinen eine Runde spazieren! Dann mach doch jetzt auch was für dich!“ Natürlich bist du in dem Moment total überfordert und dir fällt jetzt so schnell gar nicht ein, was du machen könntest. Und zugegebenermaßen hat mich so eine Situation gleichzeitig unter Druck gesetzt und mein Gefühl der Fremdbestimmtheit nur noch angeheizt. Denn auf Kommando schnell etwas Schönes machen – wie soll das gehen? Aber, wenn wir ehrlich sind: Besser „auf Kommando“ als gar nicht, oder? Wir vermissen ja die Zeit für uns und es ist ja auch wirklich toll von deinem Partner, dass er dir dieses Zeitfenster schenkt. Also nehmen wir das Angebot doch an!

Damit du zukünftig dieses Fenster mit Dingen füllst, die dir am Herzen liegen und dich glücklich machen, kannst du dir deine Schatztruhe zur Hilfe nehmen. Deine Schatztruhe kann ein kleines Gefäß oder eine Schachtel sein, in der sich lauter kleine Mini-Retter auf einem Zettel befinden. Mini-Retter sind lauter Kleinigkeiten oder auch größere Sachen, die dir Freude bereiten. Das können ganz unterschiedliche Dinge sein: Fingernägel lackieren, Musik hören, Kaffee trinken, Baden, Joggen, Meditieren oder etwas ganz anderes. Und jedes Mal, wenn du eine kleine Atempause brauchst, eine Mini-Auszeit, eine Ablenkung, dann greifst du in diese Schatzkiste und ziehst einen Zettel. Du kommst sofort ins Handeln, ohne lange nachdenken zu müssen, was du jetzt eigentlich gerade schön finden würdest – die Mini-Retter hast du ja selber festgelegt. Wenn du ganz ambitioniert bist, teilst du die Mini-Retter noch in verschiedene Farben ein – je nach Zeitaufwand. Demnach würdest du dann bei einem ganz freien Abend nur die Zettel ziehen, auf denen Aktivitäten stehen, die etwas länger dauern (z.B. ein ausgedehntes Bad oder ein Film) und bei einer Auszeit von 20 Minuten nur die Zettel mit kürzeren Aktivitäten wie z.B. eine Gesichtsmaske machen.

Als Anregung findest du unter diesem Text die Liste der 100 angenehmen Aktivitäten, die Menschen unterschiedlichen Alters angegeben haben, als sie gefragt wurden, was ihnen gut tut.

pdf: Die Liste der 100 angenehmen Aktivitäten

Deine Aufgabe:

Druck dir die Liste der Aktivitäten aus und kreuze die Dinge an, die du dir Freude machen würden. Ergänze sie gerne mit deinen persönlichen Vorlieben! Wenn dir bei unerwarteten freien Zeitfenstern öfter die Idee fällt, was du nun eigentlich machen könntest, schneide die Aktivitäten aus, bewahre sie in einer Kiste oder einem Einmachglas auf und zieh beim nächsten Mal einfach einen Zettel. Denn dann heißt es: Nicht lang nachdenkenden, sondern direkt umsetzen!

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